Themen / KI und die Wirtschaft

Zugeordnete Meinung · Kein direktes Zitat

Fortgeschrittene KI könnte wirtschaftliche Aufholmechanismen herausfordern

Anton Leicht argumentiert, dass viele wirtschaftliche Aufholmechanismen, die Länder mit niedrigerem mittlerem Einkommen in den vergangenen Jahrzehnten genutzt haben, zutiefst unvereinbar mit einer Welt fortgeschrittener KI und zunehmend automatisierter Fertigung sind.

Hinter der geäußerten Meinung

Übersetzungen dienen dem Leseverständnis; die Originalauszüge bleiben die Quellenevidence.

Anton Leicht über KI-Einsatz, wirtschaftliche Umbrüche und Risiken

Originalauszug

fundamentally, a lot of the catch-up mechanisms that lower-middle-income countries, in very general terms, have used and enjoyed and been able to leverage over the last few decades are just deeply incompatible with a world that has both very advanced AI systems and, downstream of that, ultimately much more automated manufacturing capacity.

Übersetzung · Nicht die Originalformulierung

grundsätzlich sind viele der Aufholmechanismen, die Länder mit niedrigem bis mittlerem Einkommen ganz allgemein gesprochen in den letzten Jahrzehnten genutzt und genossen haben und nutzen konnten, zutiefst unvereinbar mit einer Welt, die sowohl sehr fortschrittliche KI-Systeme als auch, daraus folgend, letztlich deutlich stärker automatisierte Fertigungskapazitäten aufweist.

Kontext

Sprechen wir also über den Rest der Welt. Sie haben gerade diesen großen Bericht zur Transformativen-KI-Strategie für Europa veröffentlicht, und es gab bereits einige Diskussionen – ich habe tatsächlich vor einiger Zeit mit einem Ihrer Mitautoren über das Rechenkapazitätsdefizit Europas gesprochen und darüber, dass etwas getan werden muss, um künftig ein relevanter Akteur zu bleiben. Aber bevor wir zur Strategie kommen, was Europa tun sollte – was ist die Sorge, wenn sie nichts tun? Denn ich denke auch, dass das, was Ihrer Meinung nach mit Europa passieren könnte, wenn Europa seinen Kurs beibehält, standardmäßig wahrscheinlich für etwa 70 %, vielleicht 80 % der Weltbevölkerung passiert. Wie sieht die Zukunft in Ihren Augen für Afrika, Lateinamerika, Südasien usw. aus? Der unmittelbarste und offensichtlichste Mechanismus war immer, einfach auf die demografischen Unterschiede zu setzen – man hatte ein sehr schnelles Bevölkerungswachstum, eine relativ günstige Arbeitskraft, die man als komparativen Vorteil nutzen konnte, und konnte sich dann schnell hochziehen, indem man ausländische Firmen ansiedelte und wertvolle Güter in die globale Lieferkette exportierte, basierend auf der Idee, dass man über diese Arbeitskraft verfügte, die man so einsetzen konnte, dass man als Land vergleichsweise vorteilhaft für geschäftliche Aktivitäten war. Und ich weiß einfach nicht, ob das weiterhin der Fall sein wird. Für die meisten Bereiche der einfachen Dienstleistungswirtschaft wird das definitiv nicht mehr gelten – ich sehe keinen stabilen Weg, wie dieser Sektor der Wirtschaft wirklich bestehen kann, sobald wir sehr leistungsfähige KI-Systeme haben. Es wird definitiv neue Dienstleistungsjobs geben, Jobs, bei denen Menschen bevorzugt werden – man kann all diese Arbeitsmarkteffekte langfristig betrachten. Aber diese Vorstellung, dass man sich sofort für globale Lieferketten nützlich machen kann, indem man

Originaler Kontext

So let's talk about the rest of the world. You have this big report that just came out on transformative AI strategy for Europe, and there's been some discussion — I actually talked to one of your coauthors a bit back about the compute deficit that Europe has and the need to do something to be a live player going forward. But before we get into the strategy for what Europe should do — what's the worry if they do nothing? Because I also think whatever you think might happen to Europe if Europe stays the course is probably what happens to, like, 70%, maybe 80%, of the world's population by default. What does the future look like in your mind for Africa, Latin America, South Asia, etcetera? So the most immediate and obvious mechanism was always just to bet on the demographic differences — you had very rapid population growth, a fairly cheap workforce you'd be able to use to your comparative advantage, and then quickly bootstrap into hosting some foreign firms and exporting some valuable good into the global supply chain, predicated on the idea that you had this workforce you could put to use in a way that made you a comparatively beneficial country to conduct business activity in. And I just don't know whether that's going to remain the case. It's definitely not going to remain the case for most aspects of the menial services economy — I just don't see a stable way that that sector of the economy really exists once we have very powerful AI systems. There are definitely going to be new services jobs, human-preference jobs — you can think about all these labor-market effects in the long run. But this idea that you can just be immediately useful to global supply chains by do

Die Startzeit stammt aus dem bereitgestellten Transkript. Die Synchronisierung der Wiedergabe steht noch zur Überprüfung an.